Frage: Ich habe einen Termin zur Vorsorge meines Säuglings ausgemacht und bin unsicher, ob ich jetzt den Termin wahrnehmen sollte, aus Sorge vor Infektionen?

Antwort: Wir haben Vorsorgetermine zeitlich und räumlich streng von der Akutsprechstunde getrennt, selbst bei den Vorsorgen und Impfungen sind wir mit Schutzkleidung eingekleidet. Bitte kommen Sie zu den vereinbarten Terminen, da besonders im Säuglingsalter körperliche Störungen manchmal erst im Laufe mehrerer Kontrollen in Erscheinung treten, die gravierende Beeinträchtigungen zur Folge haben können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden. Die Beurteilung der gesunden Entwicklung im frühen Säuglingsalter erfordert viel Erfahrung. Diese einzuschätzen ist manchmal selbst für erfahrene Eltern nicht ganz leicht.

 

Frage: Ich habe Angst meinen Säugling jetzt im Rahmen der Grundimmunisierung impfen zu lassen, weil ich befürchte, dass dadurch sein Immunsystem geschwächt werden könnte.

Antwort: Es gibt keine Hinweise, dass durch die Grundimmunisierungen das Immunsystem geschwächt wird. Im Gegenteil kann durch den Keuchhusten- und den Pneumokokken Bestandteil eine Schwächung der Lunge durch diese Krankheitserreger vermieden werden. So sehen wir nach einer durchgemachten Keuchhusten Infektion oft eine anhaltende über Monate bestehende starke Anfälligkeit der Atemwege. 

 

Sehen Sie hierzu auch die Stellungnahme des Berufsverbandes der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin:

https://www.dakj.de/stellungnahmen/covid-19-impfungen-und-frueherkennungsuntersuchungen/

 

sowie des Robert- Koch- Institutes:

 

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

 

 Frage: Stimmt es, dass Kinder leichtere Verläufe haben?

Antwort: Ja, bei den bisher über 300.000 Erkrankungsfällen hatte kein Kind unter 10 Jahren einen schweren Verlauf. Im Gegenteil erkranken Kinder meist nur leicht, teils auch ohne eindeutige Symptome wie Fieber, Husten oder Halsschmerzen. Umso wichtiger ist daher trotz fehlender Symptome zunächst das Meiden des Kontaktes zur älteren Risikobevölkerung.

 

Frage: Mein Kind hat Husten, muss ich mir jetzt Sorgen machen, dass es an Coronavirus erkrankt ist?

Antwort: Die Infektion weiter Teile der Bevölkerung ist eine Frage der Zeit. Eine Behandlungsmöglichkeit steht uns bisher nicht zur Verfügung und wäre für leichte Krankheitsstadien auch nicht nötig. Daher werden wir in diesem Fall auch keine Testung durchführen. Eine Notwendigkeit zur ärztlichen Konsultation ist bei Husten oft nicht nötig.

Ein Arztbesuch sollte bei schweren Atemwegsinfektionen (z.B. Fieber mit angestrengter, beschleunigter Atmung, schlechter Allgemeinzustand, unzureichende Flüssigkeitszufuhr) erfolgen.

Eine Hilfestellung, wann Sie Kontakt mit der Praxis wegen Hustensymptomen aufnehmen sollten finden Sie hier Elternratgeber/Husten